Eisner in Rendsburg!

Liebe Pinselschwingende,

eine großartige Gelegenheit ergibt sich dieses Jahr „ausgerechnet“ in unserer Rendsburg-Woche: die Will Eisner-Ausstellung von Alexander Braun (den Dortmundern wahrscheinlich bekannt) macht im Jüdischen Museum Rendsburg Halt und wir können am 31.8. um 18 Uhr zur Eröffnung! Ich habe sie schon beim Erlanger Comic-Salon gesehen und kann nur sagen: der beste „Menschen im Regen“-Zeichner ever! Und noch viel mehr.

https://jmrd.de/de/will-eisner

Freu mich auf euch alle, Volker

Wuppertal-Besuch

Am vorvergangenen Wochenende waren Lotte, Ari und ich im schönen Wuppertal. Wir haben MC Graeff besucht, den kulturellen Tausendsassa und Freund von POLO, der dessen künstlerischen Nachlass betreut, organisiert und sortiert an die Caricatura in Frankfurt übergeben hat.

Dabei sind zuletzt einige Blätter übrig geblieben, die von anderen Künstler:innen stammen und die POLO zugeeignet waren, oder die er gekauft bzw. getauscht hatte. Diesen Stapel Blätter haben wir zu viert inspiziert und gemeinsam entschieden: Das kann weg, das geht nach Frankfurt, das geht zurück an den/die Urheber:in

Es kann also sein, dass Lotte, Ari oder ich demnächst den ein oder die andere Rendsburger Zeichner:in fragen: „Willst du dieses schöne Blatt zurück? Es war beim POLO, aber der braucht es ja jetzt nicht mehr, und vielleicht bedeutet es Dir etwas …“ Traurig, aber irgendwie auch ein kleines Stückchen Trauerarbeit …

MC Graeff ist auch ein prima Bäcker – und weil demnächst eine POLO-Ausstellung im Frankfurter Caricatura Museum stattfinden soll, hat er zu diesem Anlass einen mörderisch leckeren Frankfurter Kranz gebacken! – Mmmnjam, mnjam, lecker lecker!

So gestärkt waren wir dann noch auf dem Wuppertaler Friedhof, um POLOs Grab zu (be)suchen. Gar nicht so einfach – zwar erinnerten sich Lotte und Ari an das Grabfeld, aber wir fanden zunächst nicht die exakte Stelle. Bis wir mir deduktivem Ausschlussverfahren schließlich dort standen, wo der Herr POLO bestattet liegt. Das hat nicht nur den Ari sehr gefreut.

Aktuell ist das Grab noch unter Giersch (daraus hätte POLO sicher einen hervorragenden Salat zubereitet) verborgen, demnächst aber kommen Grabpflege und auch ein Grabstein. Das haben wir von POLOs Bruder erfahren, bei dem wir uns direkt mal erkundigt haben.

Es steht also alles ganz gut da drüben in Wuppertal – und ich zolle dem lieben MC Graeff nochmal tausenfachen Dank für seinen neverending Einsatz, das Werk und den Nachlass vom POLO so gut aufzuarbeiten. – That’s what friends are for!

 

Kanalkarten

Wenn der Hans schon mal vorbeischaut, kann man auch gleich ein paar Kanalkarten machen.

Grüße in die Gemeinde

ari

Im Café Jelinek in Wien

Welche Farbe die Tapeten im Café Jelinek einmal hatten, ist nach ungefähr 1000 Jahren Räucherung durch Pfeifentabak, Fritierdämpfe und schwere Gedanken nicht mehr zu erkennen. Vermutlich ist, was wie ein Muster unter der Patina aussieht, das Kräuseln der Zeit selbst, die wie Wellen am Gestade eines Ozeans ihre Spuren hinterlässt. Man muss nur Geduld haben, um die Zeit dabei beobachten zu können, also bleibt man einfach hocken und bestellt noch ein Achtel, oder besser ein Viertel. Ach was, Herr Ober, bringens doch bitte gleich die ganze Flasche.

Lecker Kaffee in Wien

Vor drei Wochen machte ich einen Ausflug nach Wien und besuchte einen inspirierenden Workshop zum Thema Editorial Illustration. Ich wäre so gern in alle Cafés gegangen, die Tibor hier in Form einer Reportage als zauberhafte Zeichnungen gepostet hat. Leider reichte die freie Zeit nur für ein einziges Kaffeehaus, dafür ein recht Bekanntes (erkennst du es, Tibor?) Hach, schön war’s in Wien!

Nun freue ich mich auf die Reise nach Rendsburg, in wenigen Wochen ist es schon so weit.

Herzliche Grüße in die Runde – Lotte

Tauchgang

Liebe Alle,

ich war jetzt schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Rendsburg. Aber ich bin weder abgetaucht, noch viel weniger abgesoffen 🙂 Da die Rendsburger Zeichnerei in der schleswig-holsteinischen Schulzeit stattfindet, und ich nicht auf zwei Hochzeiten tanzen kann, klappt das eben aktuell nicht mit den Kaffeepausen am Nordkolleg. Also wünsche ich Euch auf diesem Wege reichlich kreativen Spaß! Lasst es Euch gut gehen!

Herzlich, Michaela

Ausflug nach Oberfranken


Sehr empfehlenswert: Das kleine
Erika Fuchs Museum in Schwarzenbach

Viele Grüße an die Gemeinde

Ulli

Das Monster im Park

Zum Abschluss der Wienreise gibt es kein Café, sondern etwas Ernüchterndes: Einen der beiden Flaktürme im Augarten und einer von insgesamt sechs in Wien, die noch am Ende des Krieges völlig sinnlos von Zwangsarbeitern errichtet werden mussten. Bisher kannte ich den nur aus dem Brenner-Roman von Wolf Haas, aber nun stand ich zum ersten Mal tatsächlich davor und das monströse Betongebirge baute sich fünfzig Meter hoch und quasi unzerstörbar vor mir auf. Angesichts der Umstände seiner Errichtung verbietet sich der Gedanke, aber dennoch finde ich, dass es genau das wäre, was München verdient hätte und zwar das Hundertfache davon, denn nirgendwo wird häufiger daran erinnert, dass der A.H. „ja eigentlich ein Österreicher war“.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.