Bestätigt: Schrimps is alive

Heute ist für mich ein besonderer Tag. Der von mir 2020 aufgezogene Mauersegler (genannt Schrimps) hat sich heute morgen um 09:40 Uhr bei mir gemeldet. Da die Rendsburger Zeichnerei – nach meinem spontanen Referat 2020 (das Frank freundlicherweise aufgezeichnet hat) – über die vergangenen Jahr sich immer wieder erkundigt hat, ob er denn zurückgegkehrt sei, muss (von wegen »kann«!) ich euch jetzt genau das bestätigen.

All die Jahre konnte ich keine klare Antwort geben und immer nur Vermutungen aussprechen. Jetzt aber bin ich mir sicher, bestätigen zu können, dass Schrimps sechs Jahre alt und quick lebendig ist. Wie folgt …

Fünf Minuten vor einem für mich wichtigen Besprechungstermin betrat ich den Balkon im 3. OG auf den Platz, an dem wir wohnen. Mehrmals am Tage randalieren hier Gruppen von Mauerseglern unmittelbar VOR dem Balkon vorbei. Links oben unterm Dach, etwa knapp 3 Meter entfernt, ist ein seit Jahren von Mauerseglern genutztes Nest. Dies wird regelmäßig mehrmals täglich angeflogen, oft im Schutz einer Gruppe ablenkend (so verstehe ichs teilweise) vorbeikreischender Segler. Der Balkon selber ragt etwas aus der Hausfasade heraus, ist aber auch tief in sie eingebettet. In diesem »hinteren« Bereich stand ich auf dem Balkon, direkt vor der Balkontür. In dem Moment kam wieder – auf Augenhöhe – eine Gruppe von Vier—Fünf Seglern unmittelbar vor dem Balkon vorbei. Von dieser Gruppe löste sich einer. Er flog eine enge Rechtskurve über den Platz und nahm dann Kurs direkt auf mich. Das ist nicht ungewöhnlich. Üblicherweise drehen die Mauersegler dann rechtzeitig vor dem Balkon ab oder steigen die paar Meter auf, um das Nest links oben zu erreichen. Diesmal aber kam es anders. Dieser Segler nahm mich ins Visier und flog weiter auf mich zu. Er flog in den Bereich des Balkons hinein. Erst dann drehte er unmittelbar vor mir ab.

Danach habe ich keinen Zweifel, das war Schrimps. Es bestand kein Anlass, irgendwelche Ablenkungs- oder Sicherheitsmanöver zum Einstieg ins Nest zu fliegen. Für mich war das eine klare Erklärung, ein Hallo, ein wünderschöner Glücksfall.

Und weils hier um die Zeichnerei geht, reiche ich euch noch ein paar Skizzen der Aufzucht aus dem Jahr 2020.

Neue Ladung geht raus

Wir hoffen, alle sind gut durch die Hitze gekommen und freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen im Nordkolleg!

Lili und Ulli

Kaff – Besuch während der ArSch-Leserei

Während Panne und ich uns im Nordkolleg durch ein Scharnierwerk von Arno Schmidt schnottern (was weiß ich, was das bedeuten soll), schaute lieber Besuch rein, um mitzutrinken.

Tom Gauld (mit Brezen!)

Letzte Woche gab es hier ein langes Interview mit Tom Gauld anlässlich der Vorstellung seine neuen Buches „Physik für die Katz“.
Er hat dabei sogar verraten, mit welchem Stift er am liebsten zeichnet, weil die Tinte so lichtecht ist, dass seine Bilder nach 20 Jahren an einer sonnigen Wand seines Ateliers noch nicht verblasst sind. Sagt er.

Viele Grüße

S. Giacomo in Venezia

Auf meinem Lieblingsplatz spielen immer noch Kinder Fußball, so wie vor 25 Jahren, als ich zum ersten Mal hier war, auch wenn es vermutlich nicht mehr dieselben Kinder sind. Seit jeher lag auf einem der Dächer der Kirche ein Ball und kurz nachdem ich diese Zeichnung gemacht habe, kam eine Hochzeitsgesellschaft vorbei, deren einer auf den Hinweis eines kleinen Jungen am Fenstergitter hinauf kletterte und den Ball herunter fischte. Erstaunlicherweise war noch Luft darin, aber vermutlich war es nicht derselbe Ball wie vor 25 Jahren. Vielleicht aber bleibt die Zeit auch einfach stehen, während ich nicht hier bin. So wird es sein.

Neulich in Venedig

Auch wenn ich Tätowierungen grundsätzlich nicht mag, kann ich gut verstehen, dass sich jemand eine Waffel Gelato auf den Hals malen lässt.

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